Höhe der EEG-Umlage bleibt stabil

Bildquelle aboutpixel – Windkraft Jacques Kohler

Die Umlage für die nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütete Einspeisung aus Stromerzeugungsanlagen verändert sich 2012 nur geringfügig. Sie steigt ab dem 01.01.2012 von 3,530 auf 3,592 Cent pro Kilowattstunde und damit um 0,062 Cent pro Kilowattstunde. Dies haben die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) am 14.10.2011 bekanntgegeben, wie die Bundesnetzagentur (BNetzA) am selben Tag meldet.

Die ÜNB prognostizieren laut BNetzA für 2012 EEG-Einspeisevergütungen in Höhe von insgesamt rund 17,6 Milliarden Euro. Dem stünden prognostizierte Vermarktungserlöse an der Strombörse in Höhe von circa 4,9 Milliarden Euro gegenüber. Die Differenz bilde den wesentlichen Bestandteil der EEG-Umlage. Je niedriger das Börsenpreisniveau sei, desto größer sei die mit der EEG-Umlage zu finanzierende Differenz zu den im EEG festgelegten Vergütungssätzen. Die EEG-Umlage wird von den ÜNB jährlich zum 15. Oktober für das folgende Kalenderjahr ermittelt. Die Bundesnetzagentur kontrolliert die ordnungsgemäße Ermittlung der EEG-Umlage.

«Die Ermittlung der EEG-Umlage beruht auf einer Vielzahl von zu prognostizierenden Einflussfaktoren. Dabei können besonders bei den Energieträgern Wind und Sonne im Jahresverlauf starke Schwankungen auftreten, sodass das von den ÜNB geführte Umlagekonto schnell einmal ins Minus rutschen kann», erläutert Matthias Kurth, Präsident der BNetzA. Die EEG-Umlage 2012 enthalte daher erstmals auch eine Liquiditätsreserve in Höhe von drei Prozent des für 2012 erwarteten Differenzbetrags. Diese solle den ÜNB bei den Liquiditätsherausforderungen zur Finanzierung des Umlagekontos helfen. Die einmal aufgebaute Liquiditätsreserve komme den Umlagezahlern in den Folgejahren wieder zugute, weil sie einen möglichen Anstieg in 2013 dämpfe.

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