Freistellungsbescheinigung- Neuantrag für 2011 erforderlich

Im Januar 2002 führte der Gesetzgeber die Bauabzugssteuer ein. Um dieser  zu entgehen, benötigen die Unternehmen Freistellungsbescheinigungen, die regelmäßig zu erneuern sind.
Erbringt jemand (sog. Leistender)  im deutschen Inland eine Bauleistung an einen Unternehmer im Sinne des §2 Umsatzsteuergesetz, oder an eine juristische Person des öffentlichen Rechts (sog. Leistungsempfänger), ist der Leistungsempfänger verpflichtet, von der Gegenleistung (Bezahlung) einen Steuerabzug in Höhe von 15 Prozent einzubehalten (Bauabzugsteuer) und an das für den Leistenden zuständige Finanzamt zu zahlen. Auf Antrag des Leistenden hat jedoch das Finanzamt eine Freistellungsbescheinigung zu erteilen, wenn gewisse Voraussetzungen vorliegen. Diese Bescheinigung übergibt der Leistende an den Leistungsempfänger, der damit von der beschriebenen Pflicht zum Steuerabzug befreit wird.

Die Vorlage einer Freistellungsbescheinigung ist daher für den Unternehmer zum Liquiditätserhalt wichtig. Er erhält zwar eine mögliche Überzahlung über die Jahressteuererklärung zurück. Bis dahin jedoch fehlen ihm am Umsatz 15%.

Freistellungsbescheinigungen werden für 3 Jahre ausgestellt. Ende 2010 läuft der Dreijahres-Zyklus aus, sodass frühzeitig mit der Beantragung begonnen werden sollte, um diese auch rechtzeitig vor dem Jahresbeginn 2011 zu erhalten.

 

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