Auf EnEV 2009 folgt EnEV 2012

Kaum sind die Anforderungen der EnEV 2009 (Energiesparverordnung) auf das Baugewerbe durchgeschlagen, kündigt sich eine weitere Verschärfung energetischer Vorgaben für Baumaßnahmen an. Im Zuge des Ausstiegs aus der Kernenergiewirtschaft, steigt das Bedürfnis den Energieverbrauch nicht nur durch den Ausbau aktiver regenerativer Energieerzeugungsquellen abzudecken, sondern auch durch Erhöhung der Energieeffiziens baulicher Anlagen.   

Die EnEV 2012 beschreitet den Weg der EnEV 2009 fort in Richtung auf Energiestandarts, wie sie bei Niedriegenergiehäusern gegeben sind. Von einer Erhöhung der Anforderungen bis zu 30%  im Vergleich zur EnEV 2009 ist die Rede. Auf welchen Schultern die damit verbundenen finanziellen Lasten getragen werden sollen, ist umstritten. Die Interessenverbände von Bauwirtschaft, Bauherren, Vermietern und Mietern weisen auf das jeweilige gegenüber. Die von der Bundesregierung vorgesehenen steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten und die aufgelegten Förderprogramme der KfW, werden dabei recht einhellig begrüßt. Die schlichte Verteuerung von Neubauten und der drohende erhebliche Sanierungsbedarf im Bestand jedoch, bereitet Sorge.

Für den Bestand kann der von der Bundesregierung angekündigte „Sanierungsfahrplan für den Gebäudebestand“ von besonderer Bedeutung werden. Gerade bei Bestandssanierung liegt der Fokus auf Kostenverlagerung vom Vermieter zum Mieter.  Dies war zwar schon immer möglich (durch Anhebung der Miete bei Modernisierung) und ist zuletzt noch einmal erweitert worden (§559 BGB „Einsparung von Energie und Wasser“). Wo aber Kostenumlagen bei rein abstrakten Maßnahmen ohne konkrete Auswirkung auf die Kosten des Mieters enden (Fotovoltaik), wird die Gerichte mit Sicherheit beschäftigen.

 

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